Aktuelles

Stand: 17.10.2016

Liebe Leserinnen und Leser,
»Dieses Buch verdient es, gelesen und erneut gelesen zur werden.« Dass dieser Rat aus dem 18. Jahrhundert auch heute gilt, das erfahren Sie in der von Johannes Probus Mitte des 15. Jahrhunderts verfassten Chronik des Klosters Böddeken:

Cronica monasterii beati Meynulphi in Bodeken

Johannes Probus
Cronica monasterii beati Meynulphi in Bodeken
Aufzeichnungen aus dem Kloster Böddeken 1409 bis 1457
Herausgegeben und übersetzt von Heinrich Rüthing
= Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Westfalen, Neue Folge 36
2016. ISBN 978-3-7395-1036-1. Herausgegeben und übersetzt von Heinrich Rüthing Gb. 24 x 17 cm. 504 + 2 S. 3 sw Abb. 15 farb. Abb. 49,00 €

Heinrich Rüthing hat den lateinischen Text transkribiert, ins Deutsche übersetzt und umfangreich kommentiert. Damit ist eine wichtige Quelle zum Leben im Kloster und zum Paderborner Land im Spätmittelalter für alle interessierten Leserinnen und Leser zugänglich.

Die Historische Kommission für Westfalen stellt das Buch am 27. Oktober 2016 in der Theologischen Fakultät (Kamp 6, 33098 Paderborn) vor. Prof. Dr. Heinrich Rüthing hat interessante Passagen ausgewählt, die der Schauspieler Markus von Hagen rezitiert; Prof. Dr. Wilfried Reininghaus stellt Autor, Herausgeber und Werk vor.

Herausgeber, Historische Kommission und Verlag freuen über Ihre Teilnahme an der
  Buchpräsentation.

Diejenigen, die nicht teilnehmen können, informiere ich hier kurz über
  Inhalt und   Herausgeber des neuen Buches:

  • Vorwort • 7
  • Einleitung • 9
  • Edition und Übersetzung • 39
    • Tabula titulorum • 39
    • Prohemium • 50
    • De primo priore • 72
    • De secundo priore • 202
    • De tertio priore • 214
    • De quarto priore • 234
    • De quinto priore • 248
    • De sexto priore • 262
    • De septimo priore • 438
  • Quellen- und Literaturverzeichnis • 471
  • Abbildungen • 481
  • Personen- und Ortsregister • 497
  • Themen- und Sachregister • 501
»Dieses Buch verdient es, gelesen und erneut gelesen zur werden.« Als ein unbekannter Böddeker Chorherr im ersten Drittel des 18. Jahrhunderts die »Cronica monasterii beati Meynulphi in Bodeken« des Johannes Probus († 1457) abschrieb, stellt er dem Text werbend dieses Motto voran. Die Empfehlung des Kopisten galt in erster Linie seinen Mitbrüdern, sich das regeltreue harte Leben der Gründerväter wieder zum Vorbild zu nehmen. Doch der Rat, die Chronik mit Eifer zu lesen, gilt auch heute noch, jedenfalls für Historiker. Denn die Chronik Böddekens, das sich im 15. Jahrhundert zu einem der größten und einflussreichsten Konvente in Deutschland entwickelte, gewährt so umfassende und facettenreiche Einblicke in alle äußeren und inneren Geschicke eines westfälischen Klosters, wie sie keine andere Darstellung der Zeit zu bieten vermag. Darüber hinaus findet sich im Werk des Johannes Probus viel Neues zur Geschichte des von Fehden, Raub, Brandstiftung und allgemeiner Rechtsunsicherheit geprägten Lebens im Paderborner Land.

Heinrich Rüthing, geboren 1937 in Paderborn, aufgewachsen in Lichtenau, studierte Geschichtswissenschaft, Philosophie und Germanistik in Münster und Erlangen. Von 1972 bis 2002 lehrte er mittelalterliche Geschichte und westfälische Landesgeschichte an der Universität Bielefeld. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Stadt- und Klostergeschichte Ostwestfalens in Mittelalter und Früher Neuzeit.
Mit Vorträgen und Exkursionen hat Rüthing eine ganze Geschichtslandschaft erschlossen. Er trägt historische Forschung an Laien heran und vermittelt sie mit einer eindrucksvollen Rhetorik. Ihm gelingt es, vergangene Zeiten lebendig werden zu lassen. (Preis für westfälische Landeskunde des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe 2012). Nach der »Chronik Bruder Göbels« erschließt er mit den Aufzeichnungen des Johannes Probus einen weiteren zentralen Text zur Geschichte des monastischen Westfalens und des Hochstifts Paderborn.

Über Ihr Interesse für die Probus-Chronik würden wir uns sehr freuen. Wie gesagt: Das Buch verdient, gelesen zu werden.

Mit besten Grüßen

Olaf Eimer vom Verlag für Regionalgeschichte


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