Aktuelles

Stand: 20.04.2017

Liebe Leserinnen und Leser,
seit November 2016 sind im Verlag für Regionalgeschichte

1. zwei Ortsnamen-Bücher
2. zwei Mittelalter-Bücher
3. zwei Schaumburg-Bücher
4. ein Rendsburg- und 5. ein Bielefeld-Buch
erschienen.
6. »Freistatt« läuft am 12. April im Ersten.

1. Ortsnamen-Bücher

Die Ortsnamen des Landkreises Peine

Kirstin Casemir / Uwe Ohainski
Die Ortsnamen des Landkreises Peine
Niedersächsisches Ortsnamenbuch Teil 8
= Veröffentlichungen des Instituts für Historische Landesforschung der Universität Göttingen 60
2017. ISBN 978-3-7395-1060-6
Gb. 25 x 17 cm. 240 S. 2 sw. Abb. 2 farb. Abb. 24,00 €

Der achte Band des Niedersächsischen Ortsnamenbuches behandelt die Siedlungsnamen im Gebiet des heutigen Kreises Peine. Die 95 bestehenden Orte und die 34 dauerhaft wüst gefallenen Siedlungen, die vor 1600 schriftlich bezeugt sind, präsentieren die Autoren in ausgewählten historischen Belegen und geben eine wissenschaftliche Deutung der Namen. Von Interesse ist dieses Grundlagenwerk zur Namenlandschaft Niedersachsens nicht nur für Namenforscher, sondern auch für Forscher mit heimatkundlichen, landesgeschichtlichen, kulturgeographischen und genealogischen Fragestellungen.

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Die Ortsnamen des Kreises Coesfeld

Claudia Maria Korsmeier
Die Ortsnamen des Kreises Coesfeld
= Westfälisches Ortsnamenbuch 10
2016. ISBN 978-3-7395-1010-1
Gb. 25 x 17 cm. 504 S. 2 sw. Abb. 2 farb. Abb. 34,00 €

In den elf Gemeinden und Städten des Kreises Coesfeld sind etwa 450 vor 1600 schriftlich bezeugte Ortsnamen überliefert. Die zahlreichen kleinen Siedlungseinheiten spiegeln das typisch westfälische Streusiedlungsgebiet. Da gab es Nusswälder (Nottuln), einen lebhaft fließenden Bach (Billerbeck) und einen Hügelwald (Goxel), aber auch ebene Gegenden (Empte), ein Feld in einer Niederung (Coesfeld), Siedlungen im Tal (Daldrup) und Feuchtgebiete (Rechede und Lette); es gab Felsen (Hamern), höher gelegene Wälder (Buldern und Olfen) und Rodungen (Rödder). Auch über die Siedlungstätigkeit der früheren Bewohner geben die Ortsnamen Auskunft, ob es sich nun um die Häuser der Leute des Liudo (Lüdinghausen), die Siedlung der Leute des Emmo (Emkum) oder die Siedlung des Bucki (Buxtrup) handelt. Einige sehr alte Namen weisen bis in die Anfänge der Besiedlung des Münsterlands zurück.

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2. Mittelalter-Bücher

Cronica monasterii beati Meynulphi in Bodeken

Johannes Probus
Cronica monasterii beati Meynulphi in Bodeken
Aufzeichnungen aus dem Kloster Böddeken 1409 bis 1457
Heinrich Rüthing (Hg.)
= Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Westfalen, Neue Folge 36
2016. ISBN 978-3-7395-1036-1
Gb. 24 x 17 cm. 506 S. 3 sw Abb. 15 farb. Abb. 49,00 €

»Dieses Buch verdient es, gelesen und erneut gelesen zur werden.« Als ein unbekannter Böddeker Chorherr im ersten Drittel des 18. Jahrhunderts die »Cronica monasterii beati Meynulphi in Bodeken« des Johannes Probus († 1457) abschrieb, stellt er dem Text werbend dieses Motto voran. Die Empfehlung des Kopisten galt in erster Linie seinen Mitbrüdern, sich das regeltreue harte Leben der Gründerväter wieder zum Vorbild zu nehmen. Doch der Rat, die Chronik mit Eifer zu lesen, gilt auch heute noch, jedenfalls für Historiker. Denn die Chronik Böddekens, das sich im 15. Jahrhundert zu einem der größten und einflussreichsten Konvente in Deutschland entwickelte, gewährt so umfassende und facettenreiche Einblicke in alle äußeren und inneren Geschicke eines westfälischen Klosters, wie sie keine andere Darstellung der Zeit zu bieten vermag. Darüber hinaus findet sich im Werk des Johannes Probus viel Neues zur Geschichte des von Fehden, Raub, Brandstiftung und allgemeiner Rechtsunsicherheit geprägten Lebens im Paderborner Land.

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Aus Stein gebaut

Elmar Arnhold
Aus Stein gebaut
Goslars mittelalterliche Wohnhäuser
= Beiträge zur Geschichte der Stadt Goslar / Goslarer Fundus 56
2016. ISBN 978-3-7395-1056-9
Gb. 27 x 21 cm. 208 S. 82 sw. Abb. 236 farb. Abb. 24,00 €

Die meisten Bürgerhäuser in der Goslarer Altstadt sind aus Fachwerk errichtet. Daneben gibt es aber auch bedeutende steinerne Wohnhäuser aus den Blütezeiten der Stadt im Hochmittelalter und in den Jahrzehnten um 1500. Viele Steinhäuser sind Dielenhäuser mit steinernen Wohnteilen (Kemenaten), manche aber auch Saalgeschosshäuser. Ihre Fassaden sind mit Steinmetzarbeiten reich verziert, die Dielen und Wohnräume häufig aufwendig gestaltet. Der erstaunlich hohe Bestand an mittelalterlichen Steinhäusern hebt Goslar von anderen Fachwerkstädten ab. Das reich illustrierte Buch lädt dazu ein, die Goslarer Wohnhäuser aus dem Mittelalter neu zu entdecken.

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3. Schaumburg-Bücher

Landwehren in Schaumburg

Ekkehard Wassermann
Landwehren in Schaumburg
= Schaumburger Beiträge 1
2016. ISBN 978-3-7395-1001-9
Gb. 24 x 16 cm. 120 S. 3 sw Abb. 44 farb. Abb. 14,90 €

Die Grafschaft Schaumburg war im 15. Jahrhundert fast geschlossen von einer Grenzwehr umgeben. Zunächst das Fehdewesen und dann der Dreißigjährige Krieg bewogen die Landesherrschaft zur Verstärkung der Knicke durch Wälle und Gräben. Die Abgrenzung und Absicherung neu erworbener Besitztümer förderten den territorialen Verdichtungsprozess und waren für die Schaumburger Grafen effektive Mittel zur Herrschaftssicherung. Das Buch beschreibt anhand von historischen Karten und anderen Quellen die spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Grenzbefestigungen und damit die Konstituierung der Grafschaft Schaumburg durch feste Grenzen.

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Die Eheberedungen des Amts Stadthagen

Margarete Sturm-Heumann (Bearb.)
Die Eheberedungen des Amts Stadthagen
Ein analytisches Verzeichnis. 4. Teil: 1741-1770
= Schaumburger Beiträge 3
2017. ISBN 978-3-7395-1003-3
Pb. 24 x 17 cm. 496 S. 2 farb. Abb. 19,00 €

Eheberedungen waren amtliche Dokumente über die Eheschließung eines Hoferben oder einer Hoferbin mit Zustimmung der Eltern. Sie verzeichnen die einzubringende Mitgift, die Hofübergabe der abtretenden Eltern, die Leibzucht (Altenteil) und die Abfindung der nichterbenden Geschwister. Die knapp 6.800 Regesten aus dem Schaumburger Amt Stadthagen sind wichtige Quellen für die Familienforschung, die Rechtsgeschichte sowie die Sozial- und Wirtschaftsgeschichte. Der vierte Band (1741-1770) aus der Regierungszeit von Graf Wilhelm (1748-1777) steht besonders im Zeichen des Militärs.

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4. Rendsburg-Buch

Garnisonsgeschichte der Stadt Rendsburg

Robert Bohn / Martin Westphal (Hg.)
Garnisonsgeschichte der Stadt Rendsburg
= IZRG-Schriftenreihe 17
2017. ISBN 978-3-7395-1017-0
Gb. 25 x 17 cm. 360 S. 92 sw. Abb. 24,00 €

Rendsburg war über 350 Jahre Garnisons- und Grenzstadt und bis 1864 zweitwichtigste Festung im Königreich Dänemark. Nach dem Dreißigjährigen Krieg entstand nach Plänen von Sébastien Le Prestre de Vauban im Zuge eines gigantischen Festungsausbaus ein völlig neuer, militärisch geplanter Stadtteil: das Neuwerk. Rendsburg lebte lange Zeit mit und von seinen soldatischen Besatzungen und sah viele Uniformen: Dänen, Österreicher und Preußen, Amerikaner, Engländer und Norweger – bis hin zur Reichswehr, Wehrmacht und Bundeswehr. Seit Anfang 2011 ist Rendsburg zivil.
Zehn wissenschaftlich fundierte Aufsätze beschreiben die Geschichte der Garnison. In Text und Bild entsteht ein abwechslungsreiches Bild der Entwicklung Rendsburgs vom 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart.

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5. Bielefeld-Buch

Linksruck

Fabian Schröder (Hg.)
Linksruck
Politische und kulturelle Aufbrüche in Bielefeld
= Schriften der Historischen Museen der Stadt Bielefeld 31
2016. ISBN 978-3-7395-1061-3
Gb. 21 x 21 cm. 144 S. 57 sw. Abb. 51 farb. Abb. 14,90 €

Die Zeitspanne von den frühen 1960er bis in die Mitte der 1980er Jahre war in der Bundesrepublik Deutschland geprägt von gesellschaftlichen Umwälzungen, die zumeist von einer politisch linksorientierten Jugend angeschoben wurden. Diese Veränderungen fanden nicht nur in den Metropolen der Republik statt, sondern hatten auch Auswirkungen auf die vermeintliche Provinz. Auch in Bielefeld fand ein gesellschaftlicher Linksruck statt. Die Emanzipationsbewegung, die »Dritte-Welt«-Solidarität, Hausbesetzungen im Kampf um ein Jugendzentrum und bezahlbaren Wohnraum sowie viele weitere Initiativen machten die Stadt in den 1970er und 1980er Jahren zu einer Hochburg alternativen Lebens. Die Errungenschaften dieser Zeit prägen die Menschen und das Stadtbild Bielefelds bis heute.

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6. »Freistatt« Film und Buch

Am 12. April zeigt die ARD/Das Erste den Film »Freistatt« und die Dokumentation »Endstation Freistatt«.

Informationen
http://programm.ard.de/TV/Programm/Detailsuche/?sendung=28106106542356
Grundlage ist das gleichnamige Buch:

Endstation Freistatt

Matthias Benad / Hans-Walter Schmuhl / Kerstin Stockhecke (Hg.)
Endstation Freistatt
Fürsorgeerziehung in den v. Bodelschwinghschen Anstalten Bethel bis in die 1970er Jahre
= Schriften des Instituts für Diakonie- und Sozialgeschichte an der Kirchlichen Hochschule Wuppertal/Bethel 16
2. Auflage 2011. ISBN 978-3-89534-876-1
Gb. 25 x 17 cm. 384 S. 26 sw. Abb. 3 farb. Abb. 24,00 €

Freistatt im Kreis Diepholz galt in den 1950er und 1960er Jahren als eine der härtesten Einrichtungen der Jugendfürsorgeerziehung in Deutschland. Der Band beleuchtet die Praxis der Fürsorgeerziehung in Freistatt – mit einem Blick auch auf die Betheler Teilanstalt Eckardtsheim in der Senne und die Diakonissenanstalt Sarepta. Er untersucht die geschichtlichen Wurzeln und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen der repressiven Erziehungsmethoden und deren Auswirkungen auf die Jugendlichen wie auch auf die Erzieher und Erzieherinnen. Er nimmt aber auch die Anfänge der grundlegenden Reform des Jugendhilfebereichs, die seit Ende der 1960er Jahre Gestalt annahm, in den Blick.

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Zur Lektüre dieser Bücher lade ich Sie herzlich ein.
 

Mit besten Grüßen

Olaf Eimer vom Verlag für Regionalgeschichte


Verlag für Regionalgeschichte
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33653 Bielefeld

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