Vielfalt und Aktualität des Mittelalters

Arend, Sabine

Vielfalt und Aktualität des Mittelalters

Festschrift für Wolfgang Petke zum 65. Geburtstag

Reihe Veröffentlichungen des Instituts für Historische Landesforschung der Universität Göttingen
Band-Nr 48
Bestell-Nr 0728
ISBN 978-3-89534-728-3
Preis 59,00
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Die 33 Beiträge orientieren sich an den wissenschaftlichen Interessen des Jubilars. Wolfgang Petkes Lehre und Forschung auf dem Gebiet der Kirchengeschichte, der Hilfswissenschaften sowie der Wissenschaftsgeschichte zeichnen sich dadurch aus, daß sie auf einem intensiven Quellenstudium basieren und gängige Lehrmeinungen kritisch hinterfragen. Die Aufsätze der Festschrift tragen dem Rechnung. Sie basieren größtenteils auf unveröffentlichtem Archivmaterial und bilden einen grundlegenden Beitrag zur Kirchen- und Verfassungsgeschichte des Alten Reichs sowie zur Geschichte Nordwestdeutschlands. Das überfachliche Engagement des Jubilars spiegelt sich in den Beiträgen zahlreicher Kollegen anderer Fachrichtungen, etwa Vertretern der Kunstgeschichte und der Theologie. Über die Grenzen des historischen Faches hinaus setzt der Sammelband den quellenzentrierten Austausch auch interdisziplinär fort.

Inhaltsverzeichnis

Vorwort IXI. Herrschaft und VerfassungPaul-Joachim Heinig: Gescheiterte Inbesitznahme? Ludwig der Brandenburger und die Mark 1Ivan Hlavácek: Wenzel IV. und das Jagdrecht des Zisterzienserklosters Plaß. Kleiner Beitrag zur spätmittelalterlichen Jagdgeschichte Böhmens 27Gerhard Streich: Adel, Burg und Klostergründung. Motive und Familienkonstellationen zwischen „Haus-“ und „Gedächtnisklöstern“ im hohen Mittelalter 39Edgar Müller: Die Urkunde Ottos des Kindes für Münden. Eine städtische Fälschungsaktion des 13. Jahrhunderts 73Dieter Girgensohn: Die Zisterzienser von Brondolo wehren sich gegen Besteuerung. Über die procurationes päpstlicher Legaten im 13. Jahrhundert 95Stefan Pätzold: Die Kirche des Dorfes im Wald. Aus der mittelalterlichen Geschichte des Maulbronner Klosterdorfes Wurmberg bei Pforzheim 129Sabine Graf: Die Pfarrei Buxtehude. Zum Verhältnis von Kloster und Stadt im späten Mittelalter 147Ulrich Schwarz: Braunschweiger Bürgersöhne als Stiftsherren von St. Blasius in Braunschweig um 1400 167Karl Borchardt: Zentrale und Peripherie. Zum Quellenwert der Register des Johannitermeisters auf Rhodos im 15. Jahrhundert 191Stefan Petersen: Die Wahlkapitulation Bischof Magnus’ von Hildesheim (1424/25) 201Manfred von Boetticher: Das Evangelische Konsistorium des Hochstifts Hildesheim 237II. Kirche und FrömmigkeitDaniel Berger: Kanoniker im Wartestand. Zum Aufnahmeverfahren an St. Kunibert in Köln im 13. Jahrhundert 255Enno Bünz: Pfründenwerte nordelbischer Pfarreien im späten Mittelalter. Zur Bedeutung des Taxus beneficiorum der Hamburger Dompropstei 281Gaby Kuper: Der Einfluß der Siedlungsverlegung auf die Pfarrorganisation am Beispiel des hildesheimischen Gronau (Leine) 315Uwe Ohainski: Hec sunt bona ad custodiam sancte Crucis et sancte Marie virginis in Dorstat pertinentia 329Bengt Büttner: Von der Pfarrei zum Kloster und zurück. Die Johanniterkommende Maschenholz auf Rügen 347Heike Johanna Mierau: Das Inventar der Pfarrei Haitzendorf bei Krems aus dem Jahre 1541 369Hedwig Röckelein: 1 alter hölzerner Kasten voller Reliquien als alten schmutzigen Zeugflicken jeder Farbe und alte Knochen: Über unansehnliche und verborgene Reliquienschätze des Mittelalters 383Thomas Noll: Religiöse Verehrung und ästhetischer Genuß. Zur Wahrnehmung von Bildern im späten Mittelalter 403Sabine Arend: Gegen Greuel päpstlicher Meß oder anderer Fantasei. Zur Biographie des Predigers Martin Rauber in der Reformationszeit 425Fidel Rädle: Cura animarum und Volksfrömmigkeit in der Gegenreformation. Nach dem Summarium de variis rebus Collegii Ingolstadiensis S.J. 441Ernst Schubert (†): Der berühmteste Kirchenraub der deutschen Kriminalgeschichte. Der Raub der Lüneburger Goldenen Tafel 1698 461Inge Mager: Die Kuppentiner Dorfpfarrei erzählt 487Hans Otte: Städtische Kirchenpatronate und Geistliche Ministerien im 20. Jahrhundert. Das Beispiel des Kirchlichen Stadtbundes der Provinz Hannover 505III. Schriftlichkeit und WissenschaftFrank Rexroth: Woher kommen die Historischen Hilfswissenschaften? Zur Kritik zweier Lesarten 541Othmar Hageneder: Original, Kopie, Ausfertigung. Beiträge zur Terminologie und Glaubwürdigkeit mittelalterlicher Urkunden 559Michel Parisse: Les faux diplômes ottoniens pour la Lorraine. Essai de critique horizontale 575Hermann Jakobs: Sammlung für eine Urkundenfälscherkartei (Alt-)Sachsen 591Brigitte Hotz: Leopold III. von Österreich – ein Parteigänger Clemens’ VII. der ersten Schismastunde? Rückdatierte Supplikenrotuli als Quellen landesfürstlich-päpstlicher Kontakte 615Dieter Neitzert: Der gefahrenreiche Pilgerweg durch Göttingen nach Jerusalem. Ein Bericht über die Benutzung des Göttinger Stadtarchivs 635Söhnke Thalmann: Henning Rose und der gefälschte Ablaßbrief Papst Silvesters II. (1001) für das Benediktinerkloster St. Michael. Anmerkungen zur Rezeption der älteren Hildesheimer Geschichtsschreibung im frühen 16. Jahrhundert 655Peter Hoheisel: Die „Informatik“ des Historikers. Versuch über eine Kunde elektronischer Quellen 681Peter Herde: Die gescheiterte Berufung Hermann Heimpels nach München (1944-1946) 695Schriftenverzeichnis von Wolfgang Petke 739Betreute Dissertationen 743Tabula Gratulatoria 745Autoren und Herausgeber 747.Die 33 Beiträge orientieren sich an den wissenschaftlichen Interessen des Jubilars. Wolfgang Petkes Lehre und Forschung auf dem Gebiet der Kirchengeschichte, der Hilfswissenschaften sowie der Wissenschaftsgeschichte zeichnen sich dadurch aus, daß sie auf einem intensiven Quellenstudium basieren und gängige Lehrmeinungen kritisch hinterfragen. Die Aufsätze der Festschrift tragen dem Rechnung. Sie basieren größtenteils auf unveröffentlichtem Archivmaterial und bilden einen grundlegenden Beitrag zur Kirchen- und Verfassungsgeschichte des Alten Reichs sowie zur Geschichte Nordwestdeutschlands. Das überfachliche Engagement des Jubilars spiegelt sich in den Beiträgen zahlreicher Kollegen anderer Fachrichtungen, etwa Vertretern der Kunstgeschichte und der Theologie. Über die Grenzen des historischen Faches hinaus setzt der Sammelband den quellenzentrierten Austausch auch interdisziplinär fort.
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