Museum Wäschefabrik

Förderverein Projekt Wäschefabrik,

Museum Wäschefabrik

Zeitreise in ein Stück Bielefelder Industriekultur

Umfang 176 Seiten
erschienen 01.10.2012
Bestell-Nr 0906
ISBN 978-3-89534-906-5
Preis 19,00
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Weitere Informationen

1912 ließ Hugo Juhl nach dem Entwurf des Architekten Arthur Busse im Osten Bielefelds eine Wäschefabrik mit einliegendem Wohnhaus errichten. Als der Fotograf Peter Wellmer 1986 in einem Hinterhof das Fabrikgebäude entdeckte, stieß er auf einen historischen Schatz. Drinnen wurde seit Jahren nicht mehr produziert, und doch sah alles so aus, als hätten die Beschäftigten gerade eben erst das Gebäude verlassen, um am nächsten Tag wiederzukommen. Dieser Eindruck drängt sich auch heute auf, denn die Fabrik ist mit ihrer gesamten Einrichtung im Originalzustand erhalten.Das Buch begleitet die Leser auf einer Zeitreise: Die Portraits der Produktionsräume gewähren Einblicke in Arbeitsabläufe und Arbeitsbedingungen einer typischen Bielefelder Wäschefabrik. Die Familiengeschichte der Gründerfamilie und die Geschichte der Firma spannen den Bogen über ein ganzes Jahrhundert.

Über den Autor

Bürgerschaftliches Engagement rettete die Fabrik aus dem Dornröschenschlaf: Als Zeitzeugnis der Bielefelder Wäscheindustrie steht sie unter Denkmalschutz. Mit Hilfe der NRW-Stiftung wurde das Gebäude gekauft, saniert und als Museum eröffnet. Für seinen sensiblen Umgang mit dem Denkmal erhielt der Förderverein Projekt Wäschefabrik e.V. die „Silberne Halbkugel“, den höchsten Denkmalschutzpreis in Deutschland.www.museum-waeschefabrik.de

Inhaltsverzeichnis

Die ZeitreiseRüdiger UffmannHistorischer Schatz im Hinterhof 7Jürgen BüschenfeldEin begehbares Denkmal – auf Zeitreise im Museum Wäschefabrik 19Die RaumporträtsHartmut WilleDie Zentrale – Der kaufmännische Mittelpunkt der Wäschefabrik 27Hartmut WilleDas Chefbüro – 'Zeit ist Geld, das merke Dir' 35Dagmar Buchwald / Hans-Jörg Kühne / Rüdiger UffmannDer Nähsaal – Die Gleichzeitigkeit des Ungleich zeitigen 41Heidrun GroßjohannDer neue Nähsaal – Große Pläne und ein geplatzter Umzug 73Hans-Jörg KühneDer Bügelraum – Auf Schleichwegen vom Wohnhaus ins Chefbüro 79Hans-Jörg KühneDer Flur – Das Perlon-Oberhemd – Ein Star im Stofflager 81Hartmut WilleDie Buchhaltung – Ein 'guter Schnitt' zählte nicht nur im Nähsaal 85Hartmut WilleDer Kontenraum – 'Kellner und Friseure, die galten als leichtlebig' 89Hartmut WilleDas Musterzimmer – Stoffproben, Miniaturhemden und Wäschemodels 93Hartmut WilleDas Besucherzimmer – Spitzendeckchen und Zigarren 99Claudia PuschmannWohnen in der Fabrik – Strenge Funktionalität trifft auf repräsentative Wohnkultur 101Hans-Jörg KühneAuf dem Dachboden – Bettfedern, praktischer Luftschutz und ein alter Hut 105Heidrun GroßjohannDer Mangelkeller – Auf Tuchfühlung mit der heißen Wäsche 109Heidrun GroßjohannDer Pausenkeller – Spinde, Henkelmänner und Frauen unter sich 113Heidrun GroßjohannDer Heizungskeller – 'Es wurde geheizt von Anfang November bis Ende Februar' 117Heidrun GroßjohannWeitere Kellerräume – Einweckgläser, Dörrobst und ein Waschkessel 119Robert CohnenDer Versandkeller – Bindfadenreste und Seidenpapier 125Robert CohnenDer geheime Keller – TRi-TOP-Sirup, Putzlappen und Patronenhülsen 129Hans-Jörg KühneDer Garten – Kleiner Park mit neuem Walnussbaum 133Geschichte und GeschichtenDagmar Buchwald / Claudia Puschmann'… weil sie einfach so grundehrlich waren.' Die Geschichte der Familie Juhl 137Hartmut WilleWenn die Arbeit ausgeht, kommt sie ins Museum – Vereinigte Wäschefabriken Juhl & Helmke / Th. und G. Winkel und die Geschichte der Wäscheproduktion in Bielefeld 149Hans-Jörg KühneDie Wäschefabrik und das Haus Usher – eine Erzählung 165Literatur, Interviews /Archive, Abbildungsnachweis, Autoren, Impressum 169
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