Ein kleines Flämmchen

Gawrilowa, Lydia

Ein kleines Flämmchen

Wie eine Zwangsarbeiterin überlebte

Reihe Quellen zur Regionalgeschichte
Band-Nr 11
Bestell-Nr 0551
ISBN 978-3-89534-551-7
Preis 19,00
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Im Oktober 1941 eroberte die Wehrmacht die Stadt Taganrog am Asowschen Meer. Im Mai 1942 wurde die erst siebzehnjährige Lydia Gawrilowa zusammen mit vielen anderen Bewohnern als Zwangsarbeiterin ins 'Dritte Reich' verschleppt. Zunächst musste sie in einer Ziegelei und auf einer Zeche im Ruhrgebiet schuften, später auf einem Bauernhof im Münsterland. Wegen eines Fluchtversuchs wurde sie ins Konzentrationslager Bergen-Belsen gebracht, wo man sie für medizinische Versuche missbrauchte. Wie sie die Torturen überlebte, das schildert sie in diesen ergreifenden Erinnerungen.Volker Ullrich, in: DIE ZEIT, 19.5.2005

Über den Autor

Lydia Gawrilowa kam als Siebzehnjährige 1942 von Taganrog am Asowschen Meer als Zwangsarbeiterin ins Ruhrgebiet und später ins Münsterland. Von dort wurde sie ins KZ Bergen-Belsen deportiert. Nach Kriegsende kehrte sie über London und Weißrussland in ihre Heimatstadt Taganrog zurück. Lydia Gawrilowa schildert in ihrer Autobiographie ihre Kindheit in Taganrog am Asowschen Meer, die Eroberung und Besatzung der Stadt durch die Deutsche Wehrmacht, die Deportation nach Recklinghausen und die Zwangsarbeit in einer Ziegelei und in einer Zeche in Herten. Im zweiten Versuch gelingt ihr die Flucht auf einen Bauernhof im Münsterland. Von dort wird sie ins Konzentrationslager Bergen-Belsen gebracht, wo sie für medizinische Experimente mißhandelt wird, an deren Folgen sie bis heute leidet. Nach dem Krieg arbeitet sie als Kinderschwester in Bad Lippspringe und kehrt über London nach Taganrog zurück.

Inhaltsverzeichnis

Vorwort • 7Kindheit und Jugend in Taganrog • 13Mein Zuhause / Kindheitserlebnisse / Spaß am Lesen und Schreiben / Hunger, Arbeit und Streit / Neunjährige Hausfrau / Kranke Lunge / Vormilitärische Übung und erste Arbeit / Der Krieg kommt nach Taganrog / Deutsche Uniformen in Taganrog: 17. Oktober 1941 / HungerDeportation und Zwangsarbeit im Ruhrgebiet • 71Transport / In Recklinghausen / Von der Ziegelei zur Zeche in Langenbochum / Alltag im 'Vorhof der Hölle' / Krank nach Lüdinghausen / Wieder im Lager Langenbochum / Freundschaft mit Gertrude / Russische Bücher und Erinnerungen an die Heimat / Verrat / Abtransport und Fluchtversuch / Rückkehr zum Lager / Gruß aus der Heimat und erneute Fluchtgedanken / Eichenlaub und die Schlacht um Stalingrad / Flucht nach Haltern und DülmenArbeit auf einem Bauernhof im Münsterland und Abtransport nach Bergen-Belsen • 171Ankunft / Alltag mit Walentina und Pierre / Wem kann ich vertrauen? / Kleine Freundschaften / Hoffnung auf Kriegsende und krank im Hospital Senden / Im Konzentrationslager Bergen-BelsenBefreiung und Heimkehr • 247Pflege in Bergen-Belsen, Kloster Gerlewe, Münster und Paderborn / Neuanfang als Kinderpflegerin in Bad Lippspringe / Einsamkeit und Freundschaften / Ein Jahr in London / Zu meinem Bruder nach Russland / Verhöre / Heimkehr
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