Goslar um 1600

Kelichhaus, Stephan

Goslar um 1600

Reihe Göttinger Forschungen zur Landesgeschichte
Band-Nr 6
Bestell-Nr 0436
ISBN 978-3-89534-436-7
Preis 24,00
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1. Einleitung1.1 Thema – Fragestellung – Forschungswege1.2 Methode1.3 Quellen2. Reichsstadt Goslar um 16002.1 Stadt, Pfarren, Bevölkerung2.2 Sozialtopographie3. Chronik vor dem Krieg3.1 Getreideteuerung und Pest 1597-15983.2 Inflation 1618-16223.3 Februaraufstand 16224. Rat und Bürgerschaft4.1 StadtregimentExkurs: Sühne von Tötungsvergehen4.2 Gilden und ZünfteExkurs: Städtische Policey und einflußreiche Worth4.3 Steuerwesen5. Militärordnung5.1 Wehrverfassung der Frühneuzeit5.2 Anforderungen an die Einwohner5.3 Pulvermacher, Büchsenmeister, Wallmeister: Handwerker und Beschäftigte im Wehrsektor6. Brandschutzorganisation7. Wirtschaftsleben7.1 Kapitalkonzentrationen7.1.1 Braunschweiger Herzöge7.1.2 Stadt Goslar7.1.3 Unternehmer und Fernhändler7.2 Existenzringen7.2.1 Verdrängungswettbewerb7.2.2 Zunftübertretungen7.2.3 Fremdarbeiter7.2.4 Ausbildungserschwernisse7.2.5 Berufsschikanen7.2.6 Beschäftigungsprobleme7.3 Überlebensversuche und Konsequenzen der Armut7.3.1 Prostitution7.3.2 Kindesaussetzung7.3.3 Kriminellenlaufbahn7.3.4 Söldnertum8. Armenpflege8.1 Fürsorge der Kirche8.2 Fürsorge der Stadt8.3 Armenpolitik9. Hospitalwesen9.1 Hospitalinsassen9.2 Hospitalordnung am Beispiel des Siechenhofs10. SchlußQuellen und LiteraturPersonenregister

Über den Autor

Goslar um 1600: eine Stadt des Niedergangs? Die Frage erscheint provokant angesichts eines Ereignisses, das in der kollektiven Erinnerung zum Wendepunkt der Stadtgeschichte überhaupt wurde: Im Jahr 1552 kapitulierte der Goslarer Rat vor Heinrich dem Jüngeren von Braunschweig-Wolfenbüttel und verlor damit die Territorialhoheit über das Rammelsberger Montanrevier. Für die lokale Geschichtsschreibung schied das Schicksalsjahr 1552 Blüte und Wohlstand im Spätmittelalter von Verfall und Armut in der Frühneuzeit.Der vorliegende Band antwortet für die Zeit um 1600 auf die beliebte Niedergangsmetaphorik und ermuntert zu einer differenzierten Sicht. Ein wichtiges Motiv ist das der sozialen Ungleichheit. Die Studie zeigt, daß das Reden vom Verfall der Reichsstadt über eine Stadtgesellschaft voller Konflikte und Unzulänglichkeiten hinwegtäuschen sollte.
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