Hamelns Tolles Jahr

Keller-Holte, Mario

Hamelns Tolles Jahr

Eine niedersächsische Stadt in der Revolution von 1848/49

Reihe Studien zur Hamelner Geschichte
Band-Nr 1
Bestell-Nr 0358
ISBN 978-3-89534-358-2
Preis 24,00
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„Hamelns Tolles Jahr“ beschreibt den demokratischen Aufbruch in einer niedersächsischen Stadt vor 150 Jahren. Im freiheitlichen Klima der Revolution von 1848/49 begannen die Hamelner, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen: Sie muckten gegen die fürstliche Obrigkeit auf und wählten einen eigenen Bürgerrat, sie gingen zu Demonstrationen und Volksversammlungen, sie organisierten sich in politischen Vereinen und sie lasen die neuerblühte demokratische Presse. Kurzum, in Hameln entwickelte sich die zeitgenössische Öffentlichkeit in lebendiger Vielfalt und in beispielhafter Weise für die deutsche Provinz. Aus diesem Blickwinkel erscheint das „Tolle Jahr“ als historische Zäsur: Trotz Niederlage der Revolution und fürstlicher Reaktion konnte die allmähliche politische Bewusstwerdung und Emanzipation der Bürger nicht verhindert werden.

Inhaltsverzeichnis

1. Vorgeschichte: Hameln im Vormärz1.1 Hamelner Verhältnisse1.2 Oppositionelle RegungenDie Revolutionszeit und ihr Nachhall2. März 1848: Petition, Protest und Volksversammlung2.1 Aufbruchsignale im Frühjahr 18482.2 Die Hamelner Petition vom 8. März2.3 Straßenprotest und Volksversammlung vom 18. bis 20. März2.4 Zur Bedeutung der MärztageBiographische Skizze 1: Carl Ludwig Lüder3. Stationen der politischen Entwicklung bis Sommer 18493.1 Condeputierte und UnterschriftensammlungenExkurs 1: Petitionen der Landbewohner3.2 Öffentlichkeit der städtischen Verwaltung3.3 Die Wahlen zur deutschen Nationalversammlung von April/Mai 18483.4 Im Zeichen der Frankfurter Politik3.5 Lokalpolitische öffentliche Veranstaltungen3.6 Revolutionswende und Blum-Rezeption3.7 Die Wahlen zur Ständeversammlung vom Januar 18493.8 Unterschriften für die „Grundrechte“3.9 Die Revolutionsfeier vom 18. März 18493.10 Die Zeit der Reichsverfassungskampagne April/Mai 18493.11 Die Demokraten-Versammlung vom Juli 18493.12 Wahlkampf und Ständekammer-Wahlen vom August 1849Biographische Skizze 2: Georg Eduard Martin Schläger4. Reformerischer Nachhall und fürstliche Reaktion (1850 bis 1855/58)Institutionen und Vereine der freien Öffentlichkeit5. Die lokale Presse5.1 Die Hamelnschen Anzeigen5.2 Die Deister- und Weserzeitung5.3 Der Neue Hamelnsche AnzeigerBiographische Skizze 3: Carl Wilhelm Niemeyer6. Die Bürger-Commission – Ein revolutionärer Bürgerrat (1848/49)6.1 Gründungsumstände6.2 Wahlen6.3 Das Wahlergebnis – Die Bürgerkommissare6.4 Statuten der Bürger-Commission6.5 Versammlungsaktivitäten6.6 Letzte Sitzungen (26. Oktober 1848 bis 12. Januar 1849)6.7 ZusammenfassungBiographische Skizze 4: Johann Friedrich Carl Kruse7. Die Bürgerwehr (1848 bis 1854)7.1 Vorgeschichte: Die wehrhafte Tradition der Stadt7.2 Auftakt im März: Der Bürgerwachdienst7.3 Formierung der Bürgerwehr (April bis Juni 1848)7.4 Statut und Dienstpraxis7.5 Öffentliche Kritik aus den eigenen Reihen7.6 Interne Vereinsgründung: Der Bürgerwehr-Gesangsverein7.7 Institut der politisch-geselligen Öffentlichkeit7.8 Entwaffnung und „Suspension“7.9 Nachfolgeorganisationen – Erste Schützenvereine7.10 Schluß: Politischer Standort der BürgerwehrBiographische Skizze 5: Friedrich Christian August Weibezahn8. Der Volksverein (1848/49)8.1 Von der Volksversammlung zum Volksverein8.2 Der Weg bis zur Gründung (April bis Juni 1848)8.3 Die Gründung im August 18488.4 Vereinsversammlungen8.5 Themen und Ergebnisse der VereinsdebattenExkurs 2: Volksverein der Landbewohner (1849)8.6 Zur Einschätzung des Hamelner VolksvereinsBiographische Skizze 6: Theodor Friedrich Moritz Theilkuhl9. Der Bürgerverein (1849 bis 1854)9.1 Allgemeiner Hintergrund: Bürger- oder konstitutionelle Vereine 1848/499.2 Gründungszusammenhang des Hamelner Vereins9.3 Die Konstituierung im Januar/Februar 18499.4 Vereinszweck, Aufbau und Organisation9.5 Themen und Wahlaktivitäten bis 18549.6 Mögliche Gründe für die politische Regungslosigkeit nach 185410. Der Inquilinenverein (1849 bis 1852)10.1 Begriff und Stellung der Inquilinen (Mieteinwohner)10.2 Gründungsanlaß und Motive10.3 Gründungsumstände und Personen10.4 Vereinsaktivitäten10.5 ZusammenfassungBiographische Skizze 7: Christian Ferdinand Naumann11. Das Wahlbündnis „Vereinigte Bürger und Inquilinen“ (1852)11.1 Gründung und Wahlaktivitäten11.2 Öffentliche Kritik11.3 Schluß12. Der Handwerkerverein (1844 bis 1855)12.1 Die Formierung im Frühjahr 184412.2 Tagungsrhythmus und Tagungsort12.3 Vereinsregungen bis 184812.4 Resümee: Standesorganisation und Politisierung12.5 In der Märzrevolution 1848/4912.6 Bruchstücke der Vereinstätigkeit 1850 bis 1855Biographische Skizze 8: Carl Wilhelm Anton Suckert13. Der Gesellen- und Arbeiterverein (1844/45 bis 1852/58)13.1 Anfänge des Gesellenvereins 1844 bis 184713.2 Gesellen im Hamelner März13.3 Der Gesellenverein von 1848/4913.4 Der Arbeiterverein von 1850/5113.5 Der Arbeiterbildungsverein von 1850 bis 185213.6 Ende 1852 – Fortsetzung 1857/5814. Der Turnverein (1849 bis 1852)14.1 Turnbewegung in Deutschland und Hannover im Vormärz und 184814.2 Vorgeschichte des Hamelner Vereins 1847 bis 184814.3 Gründung des „Hamelnschen Turnvereins“ im Juli/August 184914.4 Zur Herkunft der Mitglieder14.5 Organisation des Vereinslebens14.6 Die Vereinskrise vom Winter 1849/5014.7 Rekonsolidierung und vorläufiges Ende 1850 bis 185215. Schluss: Märzerrungenschaften in HamelnZeittafel 1848/49AnmerkungenAbbildungsnachweisAbkürzungenQuellen und LiteraturPersonenregister
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