England und das Reich der Ottonen im 10. Jahrhundert

Matzke, Ulrike

England und das Reich der Ottonen im 10. Jahrhundert

Beziehung und Wahrnehmung von Angelsachsen und Sachsen zwischen Eigenständigkeit und Zusammengehörigkeit

Reihe Göttinger Forschungen zur Landesgeschichte
Band-Nr 16
Bestell-Nr 0756
ISBN 978-3-89534-756-6
Preis 19,00
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Der Beginn der liudolfingischen Königsherrschaft im Jahr 919 bedeutete für das Reich der Ottonen eine engere politische und dynastische Bindung zum Haus Wessex. Das dafür zentrale Ereignis war die Heirat Ottos I. mit der angelsächsischen Prinzessin Edgith. Infolge eines gemeinsamen sächsischen Ursprungs im Frühmittelalter sei diese Beziehung „ethnisch“ bedingt, und noch im 10. Jahrhundert existiere ein lebendiges Verwandtschaftsbewusstsein zwischen Angelsachsen und kontinentalen Sachsen – so die bisherige Forschung.In der vorliegenden Arbeit wird diese These anhand schriftlicher Quellen des 6. bis 10. Jahrhunderts überprüft: Gab es im angelsächsischen Britannien und im Ostfrankenreich tatsächlich ein derartiges Zusammengehörigkeitsgefühl? Wurde es in der Darstellung der eigenen sowie der gegenseitigen Identität und Herkunft reflektiert? Oder scheint es vielmehr zu einem bestimmten Zweck konstruiert?

Inhaltsverzeichnis

Vorwort 71. Einleitung 91. 1 Quellen 121. 2 Forschung 212. Das angelsächsische Britannien und das ottonische Reich – Entwicklung und Beziehung bis zur Mitte des 10. Jahrhunderts 393. Die Darstellung der eigenen Identität und des gemeinsamen Ursprungs bei insularen und kontinentalen Sachsen bis ins 10. Jahrhundert 553. 1 Historische Herkunft und Abstammungsmythos der Angelsachsen und Sachsen 553. 2 Eigenständigkeit in Identifikation und Herkunftskonstruktion? 683.2.1 Darstellung der eigenen Herkunft und Identität im angelsächsischen Britannien 68a) in Quellen der Zeit der „Heptarchie“ 68b) in Quellen des späten 9. und 10. Jahrhunderts 883.2.2 Konstruktion der sächsischen Herkunft und Identität im ostfränkisch-ottonischen Reich 112a) in Quellen vorottonischer Zeit 112b) in sächsischen Quellen des 10. Jahrhunderts 1213.3 Aufführung der „verwandten“ Seite und Konstruktion einer gemeinsamen Abstammung in angelsächsischen und ottonischen Quellen 1413.3.1 Kontinentale Sachsen und eine sächsische Herkunft in der „angelsächsischen“ Geschichtsschreibung 1413.3.2 „Angelsachsen“ und ein gemeinsamer Ursprung in der ostfränkischen Historiographie 1524. Fazit: Angelsachsen und kontinentale Sachsen zwischen Eigenständigkeit und Zusammengehörigkeit? 1635. Stammtafeln 1676. Quellen- und Literaturverzeichnis 169
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