Stift Fischbeck

Oldermann, Renate

Stift Fischbeck

Eine geistliche Frauengemeinschaft in mehr als tausendjähriger Kontinuität

Reihe Schaumburger Studien
Band-Nr 64
Auflage 1. Auflage
Umfang 288 Seiten
erschienen 29.07.2020
Bestell-Nr 0864
ISBN 978-3-89534-864-8
Preis 24,00
Auf die Merkliste In den Warenkorb

Weitere Informationen

Im Jahr 955 wird in dem kleinen Dorf Fischbeck an der Weser ein Kloster gegründet, in dem sich eine Gemeinschaft junger frommer Frauen zusammenfindet, um Gott zu loben und der Toten zu gedenken. Gründerin ist die edle Frau Helmburgis, unterstützt von König Otto, dem späteren Kaiser Otto I. Kämpfe um die Unabhängigkeit vom Landesherrn und monastische Reformen bestimmen das Leben der Frauen im Mittelalter. Nach der Reformation wird der Konvent zu einem evangelischen Damenstift, das allen Widrigkeiten zum Trotz bis heute überlebt. Lebensbilder der Äbtissinen, die mit Mut, Beharrlichkeit und Phantasie für das Überleben des Klosters kämpften, entstehen vor dem Auge des Lesers. Einblicke in das geistliche Leben, das soziale Miteinander und den Wandel der Wohnverhältnisse verdeutlichen das tägliche Leben einer Nonne bzw. Stiftsdame. Durch die Auswertung der reichhaltigen Quellenmaterials entsteht eine umfassende und gut lesbare Geschichte des Stifts Fischbeck. Viele, teilweise bislang unveröffentlichte, Bilder ergänzen den Text auf anschauliche Weise.

Über den Autor

Renate Oldermann, Dr. Geboren 1950. Studium: Germanistik und Geschichtswissenschaft in Freiburg und Berlin. Selbstständige Historikerin; Archivarin in den niedersächsischen Damenstiften Bassum, Börstel, Fischbeck und im Kloster Walsrode.Buch im Verlag für Regionalgeschichte:Gebaute Klausur. Funktion und Architektur mittelalterlicher Klosterräume, 2008

Inhaltsverzeichnis

Vorwort 9Einführung 111. Stift Fischbeck im Mittelalter 151.1 Die Zeit des Kanonissenstifts 151.1.1 Gründung 151.1.2 Kampf um Unabhängigkeit 191.1.3 Die Stiftskirche 221.2 Hohes Mittelalter 321.2.1 Not und Bedrohung von außen im 13. Jahrhundert 321.2.2 Monastische Reform und geistliches Leben 361.2.3 Wohnen in der Klausur 421.3 Spätes Mittelalter 461.3.1 Wachsende Prosperität in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts 461.3.2 Blütezeit in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts 531.4 Monastische Reformen im 15. Jahrhundert 641.4.1 Niedergang in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts 641.4.2 Devotio moderna 681.4.3 Wirtschaftliche Sanierung 731.4.4 Geistliche Stiftungen 761.4.5 Reform nach der Augustinerregel 822. Das Jahrhundert der Reformation 862.1 Das Stift am Vorabend der Reformation 862.1.1 Schuldenwirtschaft unter Stiftsamtmann Johann Bobart 862.1.2 Sanierung der Stiftswirtschaft durch Stiftsamtmann Dietrich Selewinder 882.1.3 Das Stift und die Landesherrschaft 922.2 Die lutherische Reformation im Stift Fischbeck 942.2.1 Die Einführung der Reformation in der Grafschaft Schaumburg 942.2.2 Die Reformation im Stift Fischbeck 972.2.3 Erste Konflikte mit dem Landesherrn 1002.3 Stift Fischbeck zur Zeit der Nachreformation 1032.3.1 Evangelisches Pfarrleben in Fischbeck 1032.3.2 Alltag in Fischbeck 1052.3.3 Einflussnahme des Landesherrn 1073. Das 17. Jahrhundert 1123.1 Die Neuordnung des Stifts zu Beginn des 17. Jahrhunderts 1123.1.1 Prozess am Reichskammergericht 1123.1.2 Vermittlungsversuche der Landstände und der welfischen Herzöge 1153.1.3 Einigung mit Graf Ernst von Schaumburg 1193.1.4 Sorge der Äbtissin für Kapitel und Stift 1213.1.5 Die Neugestaltung des geistlichen und sozialen Lebens 1243.1.6 Tod der Äbtissin Agnese von Mandelsloh 1293.2 Stift Fischbeck während des Dreißigjährigen Krieges 1313.2.1 Plünderungen und Flucht 1313.2.2 Die Rekatholisierung des Stifts 1630-1633 1323.2.3 Das Ende der schaumburgischen Landesherrschaft 1423.2.4 Auseinandersetzungen mit Gräfin Elisabeth von Schaumburg 1433.3 Das Stift unter hessischer Landesherrschaft 1473.3.1 Die Schaumburgische Landesteilung 1473.3.2 Tod der Äbtissin Anna Knigge 1503.3.3 Konsolidierung am Ausgang des Jahrhunderts 1523.4 Wohnen im Stift in der frühen Neuzeit 1603.4.1 Die Wohnungen der Stiftsdamen 1603.4.2 Die Wohnhäuser der Stiftsdamen 1633.4.3 Wohnraum im Remter 1653.4.4 Das Wohnhaus der Äbtissin 1663.4.5 Die Wohnhäuser der Kirchenbediensteten 1673.4.6 Die Wohnhäuser des Stiftspersonals 1683.4.7 Wirtschaftsgebäude und Gärten 1694. Das 18. Jahrhundert 1734.1 Äbtissinnen des Barock 1734.1.1 Elise Marie von der Asseburg (1701-1717) 1734.1.2 Maria Magdalena von der Kuhla (1717-1737) 1734.1.3 Charlotte Elisabeth von dem Busche (1737-1753) 1874.2 Die zweite Jahrhunderthälfte 1914.2.1 Katharina Juliana von Haus (1753-1763) 1914.2.2 Äbtissinnen in Friedenszeiten 1955. Das 19. Jahrhundert 2055.1 Sophie Jakobine Friederike von Münchhausen (1803-1831) 2055.2 Die Friedenszeit 2135.3 Soziale Ordnung im 19. Jahrhundert 2155.4 Baumaßnahmen in Kirche und Stift 2196. Das 20. Jahrhundert 2296.1 Die Renovierung der Kirche 1903/04 2296.1.1 Umgestaltung der Kirche durch Albrecht Haupt 2296.1.2 Ausmalung der Kirche durch Hermann Schaper 2396.1.3 Orgelneubau durch die Firma Furtwängler & Hammer 2426.1.4 Einweihung in Gegenwart des Kaisers 2436.2 Kriegs- und Nachkriegszeit 244Ergebnisse 252Verfassung 252Personelle Zusammensetzung 255Geistliches Leben 256Bau- und Kunstgeschichte 259Gütergeschichte 263Äbtissinnenliste 265Quellen- und Literaturverzeichnis 267Ungedruckte Quellen 267Gedruckte Quellen 268Literatur 269Abkürzungen 276Abbildungsnachweis 276Index der Orte und Personen 277
×