Memoria im Bild

Rinke, Wolfgang

Memoria im Bild

Das Altar-Retabel des Derick Baegert aus Wesel in der Propsteikirche zu Dortmund

Reihe Schriften der Heresbach-Stiftung Kalkar
Band-Nr 13
Bestell-Nr 0583
ISBN 978-3-89534-583-8
Preis 24,00
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Je mehr die Spätgotik in die Renaissance übergeht, desto häufiger richtet sich der Blick des Menschen auf die ihn umgebende Welt, die nun in Einzelheiten wahrgenommen wird. Als herausragende Beispiele gelten die Bildnisse von Eycks und in dessen Nachfolge Rogier van der Weydens. Ihnen ist Derick Baegert – etwa von 1465 bis 1515 in Wesel tätig –, dessen Name in der Kunstgeschichte vor allem als Maler monumentaler Passionsaltäre gründet, in seiner künstlerischen Entwicklung verpflichtet.Sein Hauptwerk, der Hochaltar in der Dortmunder Propsteikirche, ist wahrscheinlich eine Stiftung Johanns I. von Kleve. Für den Dortmunder Altar, der als Memorialaltar der klevischen Herzogsfamilie gelten kann, griff der Künstler dort, wo Portraits bereits verstorbener Personen in heilsgeschichtliche Szenen integriert werden mussten, auf Vorbilder zurück. Ihrer Entschlüsselung gilt die vorliegende Studie.

Inhaltsverzeichnis

Vorwort 91 Der Maler Derick Baegert – Versuch zu einer biographischen Skizze 112 Zur Geschichte des Hochaltar-Retabels2.1 Historische Voraussetzungen 172.1.1 Wer ist der Donator des Triptychons? 182.1.2 Warum wurden die Tafelgemälde nicht veräußert? 262.2 Rezeptionsgeschichte 332.2.1 Rezeption durch die Predigerbrüder (1476-1816) 332.2.2 Rezeption durch Kunstkenner und Kunsthistoriker im 19. Jahrhundert 352.2.3 Rezeption durch Kunsthistoriker im 20. Jahrhundert 362.2.4 Rezeption durch die Pfarrgemeinde (ab 1816) 372.3 Expositionen der Tafelgemälde/Auslagerungen 403 Untersuchung des Hochaltar-Retabels3.1 Allgemeine Einführung 433.1.1 Technische Angaben 433.1.2 Allgemeine Bildbeschreibung und -deutung 453.2 Außenseite: Christus inmitten von Heiligen 513.2.1 Christus Salvator mundi 543.2.2 Heilige des Neuen Testaments 543.2.3 Heilige des Predigerordens 563.2.4 Prior Johann von Asseln OP 583.2.5 Christus Salvator mundi den Missionsbefehl erteilend 593.2.6 Das Selbstverständnis des Predigerordens gründet im Missionsbefehl des Auferstandenen 603.2.7 Ordens- und Klosterreform als Verpflichtung des Landesfürsten 633.2.8 Schematische Darstellung der Bedeutungs- und Sinn-Ebenen 643.2.9 Ästhetische Struktur 663.2.10 Motivgeschichtliche Herleitungen 693.3 Innenseite 743.3.1 Mitteltafel: Kreuzigung (volkreicher Kalvarienberg) 74– Repräsentant des Adels: Herzog Johann I. als Christlicher Ritter 76– Memoria der Heilstat Gottes’ 83– Memoria der klevisch-märkischen Dynastie 83– Schematische Darstellung der Bedeutungs- und Sinn-Ebenen 98– Ästhetische Struktur 99– Motivgeschichtliche Herleitungen 1003.3.2 Rechter Flügel: Anbetung der Könige 103– Nicolaus von Cues:Repräsentant des Klerus’ und geistlicher Fürst 106– Herzog Adolf I. von Kleve-Mark: weltlicher Fürst 109– Christus Friede-Fürst 112– Schematische Darstellung der Bedeutungs- und Sinn-Ebenen 113– Ästhetische Struktur 113– Motivgeschichtliche Herleitungen 1153.3.3 Linker Flügel: Heilige Sippe 115– Marias einzigartige Stellung in der Menschheit 118– Die Begründung der Rosenkranz-Bruderschaft 121– Genealogisch-dynastisches Memorial-Bild 128– Repräsentant des Bürgers: Bürgermeister Tidemann von Unna? 138– Schematische Darstellung der Bedeutungs- und Sinn-Ebenen 139– Ästhetische Struktur 139– Motivgeschichtliche Herleitungen 1414 Zusammenfassung 157Exkurs IDas OEuvre Derick Baegerts – Versuch einer Neuordnung 163Exkurs IIDie Selbstbildnisse Derick Baegerts 169Exkurs IIIDie Bildnisse Herzog Johanns I. von Kleve-Mark 179Anhang IHerzog Johann I. gibt dem Predigerkloster zu Dortmund das Thye-Gut dienstfrei 185Anhang IIDarstellungen historischer Persönlichkeiten im Altar-Retabel 188Anhang IIIChronologie der Duenwege-/Baegert-Forschung 1841-2001 189Die Forschungen zu Viktor und Heinrich Duenwege 1841-1930 190Die Forschungen zu Derick Baegert 1931-2001 193Literaturverzeichnis 197Erläuternde Angaben zu den Abbildungen 227Abbildungsnachweis 229
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