Goslar 1945-1953

Schyga, Peter

Goslar 1945-1953

Hoffnung – Realitäten – Beharrung

Reihe Beiträge zur Geschichte der Stadt Goslar / Goslarer Fundus
Band-Nr 58
Auflage 1. Auflage
Umfang 384 Seiten
erschienen 11.12.2017
Bestell-Nr 1158
ISBN 978-3-7395-1158-0
Preis 14,90
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Die Studie über die ersten acht Jahre der Goslarer Nachkriegszeit handelt vom schwierigen wirtschaftlichem und politischen Aufbau in einer von Flüchtlingen und Vertriebenen überfüllten Stadt am östlichen Rand der britischen Besatzungszone. Peter Schyga zeigt gestützt auf örtliche Quellen, wie sich die politische Stadtvertretung, die Verwaltung und die Stadtbewohner zu einem letztlich erfolgreichen wirtschaftlichen Neuanfang aufrafften. Politische Einsicht in das Wesen demokratischer und republikanischer Verfahren und Grundhaltungen, wie sie etwa das Grundgesetz aufzeigt, kamen in diesem Prozess zu kurz. Man hielt lange an Vorstellungen einer Volksgemeinschaft ohne Nationalsozialismus fest. Eine Aufarbeitung der NS-Vergangenheit blieb wie überall in der späteren Bundesrepublik Stückwerk. Schyga belegt, dass zu Beginn der Fünfzigerjahre alte Eliten aus Weimarer Zeit im Verbund mit entnazifizierten Funktionären der NS-Diktatur die politische Szene in Goslar bestimmten.

Über den Autor

Peter Schyga, Dr. Geboren 1955. Studium: Geschichtswissenschaft und Politikwissenschaft in Hannover. Freiberuflicher Historiker.Bücher im Verlag für Regionalgeschichte:Goslar 1918-1945. Von der nationalen Stadt zur Reichsbauernstadt des Nationalsozialismus, 1999Goslar 1945-1953. Hoffnung – Realitäten – Beharrung, 2017

Inhaltsverzeichnis

Geleitworte • 7Einleitung • 9I. Nach dem 10. April 1945: Besatzung und Versuch eines NeuanfangsAngst und Unsicherheit • 14Nachkriegsverwaltung unter britischem Kommando • 24Die erste Phase der Entnazifizierung: Frühjahr 1945 bis Januar 1946 • 35Verwaltung des Provisoriums • 40Aufgaben der ersten Gemeindevertretung ab Januar 1946 • 45Unruhe und Hoffnung • 64Parteienformierung und Kampf um die politische Macht • 70Die Lage wird schwieriger - Kriminalität und Jugend • 88Wahlen und politische Macht 1946/47 • 96II. Bittere ZeitenBerichte an die Militärbehörden 1946/47 • 105Die Briten sind an allem Schuld • 112Hungerzeiten und Schwarzmarkt • 116Demontage • 126Wirtschafts- und Sozialpolitik • 130Wohnungen • 135Ratsherrliche Politik – der Fall Wilhelm Schacht • 145Zarter Beginn eines Wiederauflebens der Gesellschaft • 148Kriminalität und Gewalt: Gefühlte und tatsächliche Unsicherheit • 157III. EntnazifizierungNS-Verstrickung und Abwehrreflexe • 167Entnazifizierung als Teil von Vergangenheitsbearbeitung • 178Zur Wahrnehmung der Nachkriegsprozesse • 190Heinrich Droste und seine Beamtenbezüge • 200IV. Konsolidierung von Wirtschaft und Gesellschaft?Währungsreform und ihre unmittelbaren Folgen • 204Um die Wirtschaftsverfassung • 214Die Entlassung Wandschneiders • 217Blick nach vorn • 221Flüchtlinge und Vertriebene • 224Keine weiteren Flüchtlinge mehr! • 253Weichenstellungen • 259Der Fall Helmut Schneider • 280V. Nationale Politik mit wirtschaftsliberalem AnstrichProlog • 288Wohnungen bauen • 289Der politische Ton wird rauer • 294Negative Emanzipation • 304Der CDU-Parteitag in Goslar und der Kalte Krieg • 321Neue Parteikonstellationen • 327Die Wohnungsnot und Normalität – DDR Flüchtlinge kommen • 330VI. Weg in eine bleierne ZeitPolitische Verschiebungen • 336Routinemodus in der Ratspolitik • 349Goslar als Grenzposten • 351Der deutsche Osten • 354Selbstentschuldung • 364Normalität zu Beginn der Fünfzigerjahre • 368Dank • 373Literatur und Quellen • 374Bilderverzeichnis • 383
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