Frühmoderne Staatlichkeit und lokale Herrschaftsvermittlung

Tammen, Annika

Frühmoderne Staatlichkeit und lokale Herrschaftsvermittlung

Normgebung und Herrschaftspraxis im Herzogtum Holstein des 17. und 18. Jahrhunderts

Reihe IZRG-Schriftenreihe
Band-Nr 18
Umfang 408 Seiten
erschienen 11.10.2017
Bestell-Nr 1018
ISBN 978-3-7395-1018-7
Preis 29,00
Auf die Merkliste In den Warenkorb

Weitere Informationen

Während des 17. und 18. Jahrhunderts versuchten viele europäische Herrscher, ihre Macht auszudehnen. Inwieweit gelang es den dänischen und gottorfischen Herzögen, staatliche Strukturen zu etablieren? Welchen Einfluss übten Bevölkerung und Amtsträger auf diesen Prozess der Herrschaftsvermittlung aus? Das Buch stellt die lokale Gerichtsbarkeit und Herrschaftspraxis im herzoglich-gottorfischen Amt Bordesholm und im königlich-dänischen Amt Segeberg dar. Unter Berücksichtigung zahlreicher Modelle frühneuzeitlicher Herrschaft entsteht so eine neue Theorie über den Prozess der Staatswerdung.

Während des 17. und 18. Jahrhunderts versuchten die europäischen Fürsten ihren Machtbereich zulasten der Stände auszudehnen, indem sie unter anderem Behörden zentralisierten und zahlreiche Gesetze zur Normierung des Gemeinwesens erließen. Für das Herzogtum Holstein ergeben sich die Fragen, inwieweit es den dänischen und gottorfischen Herzögen gelang, staatliche Strukturen im Herzogtum zu etablieren und welchen Einfluss Bevölkerung und Amtsträger auf den Prozess der Herrschaftsvermittlung ausübten. Dieses Buch untersucht die lokale Gerichtsbarkeit und Herrschaftspraxis der holsteinischen Dorf- und Amtsebene. Ausgewählt wurde ein herzogliches und ein königliches Amt im Herzogtum Holstein: das gottorfische Amt Bordesholm und das dänische Amt Segeberg. Abschließend steht, basierend auf den Untersuchungsergebnissen und unter Berücksichtigung zahlreicher Modelle frühneuzeitlicher Herrschaft, eine neue, erweiterte Theorie über den Prozess intensivierter Staatswerdung.
×