Fabrikarbeit in der NS-Zeit

Schaller, Karlheinz

Fabrikarbeit in der NS-Zeit

Arbeiter und Zwangsarbeiter in Chemnitz 1933-1945

Bestell-Nr 0894
ISBN 978-3-89534-894-5
Preis 14,90
Auf die Merkliste In den Warenkorb

Weitere Informationen

Das NS-Regime schuf eine Arbeitsordnung, die absolute Verfügungsgewalt über die Arbeitskräfte anstrebte. Es entstand eine skrupellose, in vielem verbrecherische Maschinerie, die zwar die rasche Aufrüstung und die Fortsetzung der Produktion während des Krieges ermöglichte, letztlich aber in unlösbare Widersprüche zu den Zwängen der industriellen Produktion geriet.Vor diesem Hintergrund beschreibt das Buch den Alltag in den Chemnitzer Fabriken. Primärquellen aus Unternehmen, wie man sie in solcher Dichte selten findet, ermöglichen Aussagen zum Wandel der Arbeitskräftestruktur, zu den Beziehungen zwischen deutschen Arbeitern und Zwangsarbeitern und nicht zuletzt zum Verfall der Arbeitsdisziplin während des Krieges. Das sich omnipotent wähnende Regime konnte nicht verhindern, dass systemwidriges Verhalten den Arbeitsalltag durchdrang.

Inhaltsverzeichnis

Geleitwort 71. Hakenkreuze über Chemnitz 92. Die nationalsozialistische Arbeitsordnung 212.1 Arbeitslosigkeit und Arbeitsverwaltung 212.2 Vom Betriebsrat zum Vertrauensrat 322.3 Betriebsordnungen 433. „Betriebsgemeinschaft“ in der Praxis 613.1 Risse in der „Betriebsgemeinschaft“ 613.2 Der Kitt der „Betriebsgemeinschaft“ 744. Arbeitsordnung im Krieg 984.1 Kriegsgesetzgebung und Chemnitzer Arbeiter 984.2 Das Chemnitzer Arbeitsamt im Krieg 1045. Wandel der Belegschaftsstruktur 1125.1 Ersatz für die Stammbelegschaften 1125.2 Zwangsarbeiter 1185.3 Probleme bei der Arbeitsorganisation1326. Fabrikalltag im Krieg 1456.1 Denunziation, Verrat und Solidarität 1466.2 Verfall der Arbeitsdisziplin 1527. Zusammenfassung 166Zu den Quellen 169Literaturverzeichnis 169Abbildungsnachweis 175
×