Schriften IDSg 34: Wilke / Schmuhl / Wagner / Winkler

Wilke, Karsten/Schmuhl, Hans-Walter/Wagner, Sylvia/Winkler, Ulrike

Schriften IDSg 34: Wilke / Schmuhl / Wagner / Winkler

Die Behindertenhilfe der Rummelsberger Diakonie 1945 bis 1995

Auflage 1. Auflage
Umfang 464 Seiten, 40 s/w Abbildungen
Einband gebunden
erschienen 12.04.2021
Bestell-Nr 1264
ISBN 978-3-7395-1264-8
Preis 24,00
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Das Buch über die Rummelsberger Diakonie verbindet bayerische Regionalgeschichte mit der Geschichte der Diakonie, der Geschichte von Menschen mit Behinderungen und Medizingeschichte. Die Rummelsberger Diakonie und die Innere Mission insgesamt erscheinen darin als Schrittmacher und als abhängige Träger staatlicher Sozialpolitik. »Es sollte doch alles besser werden«, dieses Zitat aus einem der Interviews wurde zum Titel des Buches. Es beschreibt die Spannung zwischen dem Wollen und dem Vollbringen derjenigen, die in bester Absicht angetreten sind, Menschen ein Leben mit Beeinträchtigung zu erleichtern und ihnen Teilhabe zu ermöglichen. Zu den Spannungen gehören die Verfehlungen, die aus Überforderung, Unkenntnis, mangelnder Empathie und ähnlichen Gründen zu Schuld gegenüber Menschen geführt haben.

Über den Autor

Dr. Hans-Walter Schmuhl,
geboren 1957, ist freiberuflicher Historiker, außerplanmäßiger Professor an der Fakultät für Geschichtswissenschaft, Philosophie und Theologie der Universität Bielefeld und stellvertretender Leiter des Instituts für Diakonie- und Sozialgeschichte an der Kirchlichen Hochschule Wuppertal/Bethel. Zahlreiche Veröffentlichungen zur Zeitgeschichte, Wissenschaftsgeschichte, Stadtgeschichte und Diakoniegeschichte.

Dr. Sylvia Wagner,
geboren 1964, Studium der Pharmazie an der Universität Münster, Promotion zum Thema „Arzneimittelstudien an Heimkindern in der Bundesrepublik Deutschland 1949–1975“ an der Math.-Nat. Fakultät und dem Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin, Universität Düsseldorf, lebt und arbeitet in Krefeld.

Dr. Karsten Wilke,
geboren 1971, Studium der Allgemeinen Geschichte an der Universität Bielefeld, arbeitet freiberuflich als Historiker. Veröffentlichungen zur Geschichte des Nationalsozialismus, zur Geschichte der Bundesrepublik Deutschland und zur Diakoniegeschichte.

Dr. Ulrike Winkler,
geboren 1966, Studium der Politik-, Rechts- und Erziehungswissenschaften, lebt und arbeitet freiberuflich in Trier. Zahlreiche Veröffentlichungen zur Diakoniegeschichte, Zeitgeschichte und Sozialgeschichte.

Inhaltsverzeichnis

Reiner Schübel:
Geleitwort • 11

Uwe Kaminsky:
Vorwort • 14

Einleitung • 17

Karsten Wilke:
Das Wichernhaus Altdorf der Rummelsberger Anstalten der Inneren Mission 1925–1990. Von der »Krüppelfürsorge« zur »Normalisierung« • 33

Karsten Wilke:
Der Auhof. Vom »Erziehungsinstitut für arme und verwahrloste Knaben« zur Wohneinrichtung für Menschen mit geistiger Behinderung 1820–1990 • 113

Bildteil • 193

Ulrike Winkler:
»Ich wollte einfach deren Bruder sein. Mehr wollte ich nicht.« Arbeiten in der Behindertenhilfe der Rummelsberger Anstalten • 225

Hans-Walter Schmuhl:
»Die Stimmung auf der Gruppe glich einem Wespenhaufen.« Alltag und Gewalt in der Behindertenhilfe der Rummelsberger Anstalten • 285

Gerhard Schaer:
»Ich war in meinem Gefängnis und ihr habt mich nicht besucht …« • 377

Sylvia Wagner:
Arzneimittelprüfung und »soziale Medikation« in den Rummelsberger Anstalten (1945–1995) • 381

Personenregister • 454

Autorinnen und Autoren • 460